Eierlegende Hundkatzenschweinerei

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Ist das echt oder gephotoshopped?

Logan – The Wolverine

Logan – The Wolverine, Der 3. Solofilm um den klauenbewehrten Mutanten und der mittlerweile 10. Teil der X-Men-Reihe kommt am 2. März ins Kino. Hier ein paar gute Gründe um sich den Film im Kino anzuschauen und ein paar weniger gute Gründe um doch eher zu warten bis er auf Demand erscheint. Ach ja, Spoileralarm ganz groß! Wer sich überraschen lassen will, sollte jetzt wegklicken.

Die Story: Im Jahr 2029 wird ein deutlicher Rückgang der Mutanten-Population verzeichnet. Die X-Men existieren nicht mehr. Logan alias Wolverine lebt mit Prof. X und einen weiteren Mutanten names Caliban inkognito nahe der mexikanischen Grenze. Logan hält die kleine Gruppe mit einem Job als Chauffeuer über Wasser, während sich Caliban um den kranken Charles Xavier kümmert, dessen hochentwickelter Verstand immer wieder von neuralen Attacken heimgesucht wird.

Eines Tages taucht eine Mexikanerin mit einem jungen Mädchen auf und bittet Logan um Hilfe. Das Mädchen erweist sich als eine, aus Wolverines DNA geklonte Mutantin, Codename X-23,  genetisch ist sie quasi Logans Tochter. Hinter den beiden ist die Regierung her, da Laura aus einem Labor geflohen ist, in welchem die US-Armee Mutanten gezüchtet hat. Erst gegen Aussicht auf ein sattes Honorar sichert Logan den beiden seine Hilfe zu, aber da sind Ihnen die Verfolger schon dicht auf den Fersen…

Wie ist die Grundstimmung des Films? Im Gegensatz zu allen anderen Filmen aus der X-Men-Reihe kommt Logan ziemlich realistisch daher. Das heisst, es gibt keine Superheldenkostümen, keine Raumschiffe und keine Weltzerstörungsorgien. In Logan wird das Superheldengenre fast aufgelöst. Es geht zwar um die X-Men und wir befinden uns im Marvel-Univerum, aber der Film erinnert teilweise eher an an einen Neo-Westen wie No Country for Old Men – aber vielleicht liegt das auch nur an der Wüstenkulisse.

Bester Auftritt: Die 12jährige Dafne Keen spielt Wolverines Tochter gekonnt  wortkarg und bärbeißig. Als in einer Einstellung mehrere Angreifer Lauras Versteck betreten – bleibt die Kamera draußen, und der Zuschauer kann an den darauf folgenden Schüssen und dem Geschrei nur erahnen, was sich drinnen abspielt. Kurz darauf tritt das Mädchen leicht blutbespritzt aus dem Gebäude, in der einen Hand hält sie ihren kleinen Schulrucksack in der anderen einen frisch abgetrennten Kopf.

 

Beste Action-Szene: In einem Hotel wird Prof. Xavier von den Häschern des Bösewichts bedrängt und bekommt eine Art epileptischen Anfall, wobei sein  Gehirn Amok läuft und droht alle Personen in der näheren Umgebung mental auszulöschen. Alle Beteiligten sind paralisiert, allein Wolverine schafft es sich zum Prof. vorzuarbeiten um ihm ein Serum zu verabreichen. Auf dem Weg dorthin erledigt er alle Bösewichter mit seinen Klauen – und das alles in einer Art Zeitlupe.

Schlechtester Auftritt: Gibt es nicht wirklich. Am ehesten fällt dieses der Figur des Bösewichts Donald Pierce (Boyd Holbrook) zu. Der wirkt zu Beginn etwas zu klischeehaft böse, gewinnt aber im Laufe des Films mehr an Kontur. Die beste Szene hat Pierce, der einen kybernetischen Arm besitzt, als er gerade diesen nach einen verlorenen Kampf repariert und dabei mit einem Selbstverständnis vorgeht, als würde er den Akku seines Handys wechseln.

Schlüssigkeit der Story: Eine Frage, die immer wieder aufpoppt ist warum Wolverines Charakter eigentlich so ist wie er ist. Klar wird nicht warum er am Anfang von Laura nichts wissen will, die hat immerhin die gleichen Fähigkeiten wie er und im Jahr 2029 sind Mutanten mittlerweile rar gesäht – da muss doch eigentlich ein bißchen mehr Interesse vorhanden sein. Als er dann anschließend verspricht sich um das Mädchen zu kümmern – aber nur gegen Bezahlung, wirkt das recht unglaubhaft, schließlich kümmert er sich ja auch unentgeltlich um den kranken Prof. X und mit dem hat er deutlich mehr Arbeit.

Ebenso versucht die Story Wolverine als kaputten Säufer zu verkaufen, jedoch macht Hugh Jackman jedesmal wenn er an einer Whiskeyflasche nippt einen so coolen Eindruck, dass man denkt, och so ein paar Flaschen Hochprozentigen zwischendurch sind doch eigentlich voll o. k. Hier will man der Figur ein paar Ecken und Kanten hinzufügen, aber möglichst sparsam, schließlich soll das Mainstream-Publikum nicht vergrault werden. Die Figur Wolverine erfährt in diesem Film leider überhaupt keine Entwicklung – schade drum.

Bester Drehbucheinfall: Beim ersten Aufeinandertreffen gibt sich der Bösewicht Donald Pierce gegenüber Logan als Fan zu erkennen. Worauf der Zuschauer dann erfährt, dass die X-Men es in ihrer Filmrealität durch Comics zu enormer Popularität gebracht haben. Als Logan auch noch nach dem geheimnisvollen Ort fragt, an den Laura gebracht werden möchte – verweist diese ebenfalls auf ein Comic. Die GPS-Koordinaten tauchen in einer X-Men Story auf und werden als sicherer Ort für Mutanten ausgewiesen, worauf sich Logans erstmal die Stachelhaare rauft und das als Quatsch abtut. Am Ende erweist sich die Zuflucht aber jedoch als real.

Fazit: Logan gehört definitv zu den besseren Superheldenverfilmungen, besticht durch Realismus und rauhe Action. Jedoch fehlte den Machern der letze Mut die Pfade des Mainstreams zu verlassen und einen wirklich herausragenden Film zu machen. Da wo der Film böse oder traurig sein müsste wird er es dann doch nicht, obwohl es an Gelegenheiten dazu nicht mangelt.

Trotzdem ein Muss für alle Freunde des Genres (Superhelden wie Neo-Western) und ein gelunger Abschied für Hugh Jackman, der den Wolverine wahrscheinlich das letzte Mal auf der Leinwand gegeben hat.

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